Schweizermeisterschaften Triathlon

Bei den Schweizer Triathlon-Meisterschaften über die olympische Distanz in Nyon krönte Seraina Stettler ihre starke Saison mit dem Schweizer-Meister-Titel. Trotz schwieriger Bedingungen und grosser Hitze setzte sie sich souverän durch und gewann mit über drei Minuten Vorsprung.

Bei den Schweizer Triathlon-Meisterschaften über die olympische Distanz in Nyon hat Seraina am Sonntag souverän die Goldmedaille gewonnen. Mit einem Vorsprung von 3:41 Minuten auf die zweitplatzierte Fabienne Zollinger sicherte sich die 25-jährige Seebezirklerin verdient den Schweizer-Meister-Titel.

„Meine Leistung bestätigt einmal mehr, dass ich dieses Jahr so gut in Form bin wie nie zuvor. Das macht mich unglaublich stolz“, sagt Seraina nach ihrem Erfolg.

Der Wettkampf begann für die Freiburgerin allerdings alles andere als problemlos. Bereits die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke im 26 Grad warmen Genfersee verlangte ihr einiges ab. „Es war wellig. Ich schluckte mehrmals viel Wasser und musste hustend kurz Pause machen“, erzählt Seraina. Auf dem Weg vom See zur Wechselzone konnte sie dennoch gleich drei Konkurrentinnen überholen und anschliessend zügig aufs Velo wechseln.

Auf der 42 Kilometer langen Radstrecke konnte Seraina einmal mehr zeigen, wie stark sie sich in dieser Disziplin in dieser Saison entwickelt hat. „Im flachen Bereich konnte ich gut pushen, am Anstieg voll angreifen und in der Abfahrt das Rad rollen lassen und mich erholen.“ Mit einer Zeit von 1:10.09 Stunden erzielte sie die schnellste Radzeit und arbeitete sich dabei vom 13. auf den zweiten Zwischenrang vor.

Die abschliessenden zehn Kilometer zu Fuss wurden nochmals zur grossen Herausforderung. „Ich hatte bereits viel Energie ins Velofahren investiert. Dazu kamen die unebenen Feldwege, die extrem viel Energie frassen, und die grosse Hitze“, berichtet Seraina. Besonders die letzten fünf Kilometer seien hart gewesen. Glücklicherweise erhielt sie Unterstützung von zahlreichen Läuferinnen und Läufern am Streckenrand. „Sie feuerten mich an und zogen mich mit, denn das Laufen fiel mir wirklich nicht mehr so leicht. Das passiert mir sehr selten.“

Trotz der Strapazen liess sich Seraina den Sieg nicht mehr nehmen. Nach 2:22.58 Stunden erreichte sie als erste Frau das Ziel in Nyon. Wenig später durfte sie die Goldmedaille entgegennehmen und sich als Schweizer Meisterin über die olympische Distanz feiern lassen.